Standards und Regularien

Kernpunkte:

  • Standards und Regularien sind oft an Reifegradmodellen ausgerichtet
  • Prozess- und Produktqualität muss kontinuierlich sichergestellt werden (Plan – Do – Check – Act)
  • Die Qualitätsziele von Standards können durch spezifischen Anpassungen und ergänzende Rollen auch in agilen Projekten erreicht werden
  • Die agilen Werte bleiben dabei erhalten

Wie erfüllen agile Organisationen notwendige Standards und Regularien?

Die Erfüllung von Standards wie z. B. Automotive SPICE® und ISO26262 (Functional Safety) erfordert eine Anpassung agiler Planungs- und Qualitätssicherungselemente. Es ist eine Überprüfung agiler Vorgehensweisen in Bezug auf die relevanten Prozessziele und die Prozessergebnisse notwendig.

So muss der Kunde im Sinne agiler Vorgehensmodelle in der Interpretation von Standards nicht zwangsläufig gleich der Endkunde sein, sondern könnte auch ein Unternehmensinterner Kunde sein. Und kontinuierliche Auslieferung von Software bedeutet nicht tägliche Updates in Maschinen oder Fahrzeugen.

Wichtig ist jedoch, dass bei Anpassungen agiler Vorgehensmodelle die agilen Werte gewahrt bleiben. So muss z. B. nach einem Scrum-Sprint nicht zwingend immer gleich Software ausgeliefert werden, aber werthaltige Ergebnisse. Werthaltig ist ein Ergebnis dann, wenn es für den gedachten Zweck sinnvoll nutzbar ist.

Da Standards- und Regularien häufig Branchenspezifisch sind, sollen hier nur übergeordnete Aspekte betrachtet werden. Branchenspezifischen Eigenheiten widmen wir die eigene Rubrik zu Agile in Branchen.