Kundenzentrierung

Kernpunkte:

  • Annahmen zu Technologien und Trends lassen sich durch Interaktion der Kunden mit Prototypen schon vor dem ersten Release validieren.
  • Durch Bereitstellung eines „minimum viable product“ (MVP) wird die Marktreife bei maximaler Fokussierung früher erreicht.
  • Mit flexiblen Organisationsstrukturen ist eine schnellere Anpassung an Markt- und Kundenanforderungen möglich.
  • Nutzung des Motivationsfaktors "Sinn-Orientierung", um auf die Wertschöpfung und die Orientierung nach außen zu kommen.

Wie reagiert eine Organisation besser auf Marktveränderungen?

Wenn ausgewählte Kunden und Benutzer sehr früh (bereits auf Prototypen- Ebene) mit dem Produkt interagieren, können getroffene Annahmen vor dem ersten Release validiert werden. Die dabei gesammelten Erfahrungen münden in einem Minimum Viable Product (MVP).

Dieses hat den geringsten möglichen Umfang bei gleichzeitiger Marktreife: Alles, was für ein erstes Release nicht absolut nötig ist, wird weggelassen. Durch die Fokussierung auf das Wesentliche werden Entwicklungszyklen deutlich verkürzt und die gewonnenen Erfahrungen können für das nächste Release verwendet werden.

Damit Kundenzentrierung gelingt, ist zudem eine flexible Ausrichtung der Organisationsstruktur an externe Anforderungen erforderlich. Ergibt sich eine Chance am Markt, muss die Zusammenstellung eines dedizierten Teams mit allen erforderlichen Funktionen innerhalb weniger Tage möglich sein.

Kundenzentrierung ist darüber hinaus ein mächtiger Motivationsfaktor.  Wer keine Arbeitspakete zugewiesen bekommt, sondern in einem dedizierten Team die Entwicklung von Produkten verantwortet, spürt die Konsequenzen seiner Tätigkeit für den Kunden. In Verbindung mit einer starken Unternehmensvision, ist dies der Schlüssel zu der oft gestellten Frage nach dem „Wozu?“.